Ab Treuchtlingen beginnt der landschaftlich spektakulärste Teil Ihrer Radreise. Im Gegensatz zu den weiten und flachen Landschaften des oberen Altmühltals zeigt der Fluss hier seine Geschichte und grub sich bis zu 200 Meter tief in das Juragestein ein. Imposant ragen die weiß glänzenden Dolomitfelsen hervor.
Nun folgen Sie immer den Verlauf der Altmühl auf dem Radweg Richtung Dietfurt und Pappenheim.
Schon Wallenstein sagt bei Schiller: "Daran erkenn´ ich meine Pappenheimer". Sie können sie heute kennenlernen und sich von den mittelalterlichen Straßenzügen, den charmanten Häusern, Geschäften und einzigartigen historischen Baudenkmälern bezaubern lassen.
Sehenswertes in Pappenheim:die mächtige Burganlage mit Botanischer Garten und Historischer Kräutergarten, Natur- und Jagdmuseum, Folterkammer und Historisches Museum.
Auch die St. Gallus-Kirche aus dem 9. Jahrhundert oder das Augustinereremitenkloster (nur mit Führung) sind in Pappenheim einen Besuch wert.
Nach weiteren 8 Radel-Kilometern erreicht man Solnhofen - und ist mitten in einer „Welt aus Stein". Die Solnhofener Platten aus den hiesigen Kalksteinbrüchen sind weltberühmt - sie bergen faszinierende Versteinerungen der urzeitlichen Tiere und Pflanzen.
Hier wurde der Urvogel Archäopteryx gefunden.
Sehenswertes in Solnhofen:
das Bürgermeister-Müller-Museum im Rathaus, zeigt weitere eindrucksvolle Funde der Zeitgesichte aus dem Plattenkalk.
Die Solnhofener Solabasilika zählt mit ihren Säulen aus karolingischer Zeit zu den ältesten Baudenkmälern Deutschlands. Bei Ausgrabungen wurden bis in die Mittelsteinzeit zurückreichende Siedlungsspuren entdeckt. Lithografie & Senefelder- Denkmal Den als Lithografie bezeichneten chemischen Flachdruck basiert auf einer Erfindung von Alois Senefelder aus dem Jahr 1798. Als Druckträger dienten in Deutschland bestimmter Schichten der Solnhofener Plattenkalke, der hier gebrochen wurde. Es war im 19. Jahrhundert das einzige Druckverfahren, das größere Auflagen farbiger Drucksachen ermöglichte. Das Senefelder-Denkmal in der Ortmitte steht für die Bedeutung des Solnhofener Natursteins für die Erfindung des chemischen Flachdrucks. Der Steindruck...
Sie radeln weiter und sehen die Felsgruppe der "Zwölf Apostel", ein beliebtes Fotomotiv. Die Zwölf Apostel bestehen aus dolomitischem Schwammkalk und bilden über dem Altmühlufer eine Reihe von Felstürmen Die Felsfarbe wechselt zwischen elfenbeinfarben, hellgrau, graugelb und grüngrau. Die Zwölf-Apostel-Felsen sind ein besonderes eindruckvolles Beispiel für Felsfreistellungen.
Hier durchschneidet das Tal einen ehemaligen Riffgürtel. Bei den heute isoliert stehenden Felstürmen handelt es sich ursprünglich aber nicht um getrennte Einzelriffe, sondern um einen zusammenhängenden, weitgespannten und flachwelligen Riffhügel, der sich im damaligen Jurameer etwa 20 m über den Kalkschlamm am Meeresboden erhob. Auf dem Plattenkalk zwischen den Felsen finden sich weitläufige Halbtrockenrasen, auch Magertrockenrasen genannt, die in lichte Wacholder-Kiefern-Wälder übergehen. Viele, seltene oder geschützten Pflanzenarten wie Sonnenröschen, die Karthäuser-Nelke und die Küchenschelle sind hier zu finden. Das Wacholdervorkommen ist eine Folge der Beweidung; dornige, stachelige, stark aromatisierte oder giftige Pflanzen wurden nur ungern gefressen. Auch heute noch werden Schafherden für die Erhaltung der Magerrasen eingesetzt. Weiter der Altmühl folgend radelt man durch Dollnstein im sogenannten Urdonautal. Noch heute ist das ehemalige Flussbett gut zu erkennen. Der Markt ist mittelalterlich ummauert und bietet schöne Fotomotive.
Sehenswert sind in Dollnstein neben der Burg die in weiten Teilen erhaltene Stadtmauer, die Ende des 14. Jahrhunderts erbaut wurde. Die Pfarrkirche St. Petrus und Paulus mit ihren gotischen Wandfresken, die auf das 11. Jahrhundert zurückgeht. Der schlossartige Pfarrhoff nach Plänen von Gabriel de Gabrieli sowie typische Jurahäuser. Schließlich erreichen Sie die Bischofs - und Universitätsstadt Eichstätt.
Die barocke Bischofs- und Universitätsstadt Eichstätt hat eine reiche geschichtliche Vergangenheit und besitzt viele bedeutende Sehenswürdigkeiten wie z. B.: der Dom mit Mortuarium, die Schutzengelkirche, Fürstbischöfliche Residenz und die gesamte Altstadt. Im Dreißigjährige Krieg wurde Eichstätt nahezu vollständig zerstört.
Der Wiederaufbau erfolgte durch die Graubündener Baumeister Gabriel de Gabrieli, Jakob Engel und dem Italiener Maurizio Pedetti, welche die herrlichen Barockbauten hervorbrachten. Markantestes Beispiel hierfür ist der Residenzplatz, mit Marienbrunnen und Mariensäule. Hierum gruppieren sich die halbkreisförmig angeordneten Gebäude aus dem 18. Jahrhundert.